ClauseRadar/Was prüft ClauseRadar?

Was prüft ClauseRadar?

ClauseRadar liest deinen Vertragstext und sucht nach Mustern, die auf einseitige, versteckte oder potenziell nachteilige Klauseln hinweisen. Nicht juristisch, sondern mathematisch: Asymmetrie-Erkennung im Text.

Wichtig: ClauseRadar ersetzt keinen Anwalt.

Das Tool basiert auf Muster-Erkennung. Es zeigt typische Problem-Klauseln auf, kann aber den juristischen Kontext nicht bewerten. Bei Verträgen mit hohem Wert oder rechtlichem Risiko konsultiere bitte einen Rechtsanwalt.

Was ist ClauseRadar?

Ein Vertragstext geht durch drei Stufen: Erstens wird er in einzelne Klauseln zerlegt. Zweitens prüft jede Klausel gegen einen Katalog von 19 bekannten Mustern aus 10 Kategorien. Drittens entsteht aus den Treffern ein Fairness-Score von 0 bis 100.

Das Ergebnis ist eine erste Orientierung — keine juristische Bewertung. Eine subtil formulierte Klausel, die unser Muster-Katalog nicht kennt, schleicht trotzdem durch. Bei wichtigen Verträgen führt kein Weg an einer anwaltlichen Prüfung vorbei.

Die zehn Kategorien

Kündigung

Klauseln, die das Kündigen erschweren — lange Vorlauffristen, fixe Termine wie Quartalsende, oder Gebühren bei vorzeitiger Beendigung.

  • Kündigung nur zum Quartalsende"
  • fristgerecht schriftlich kündigen"
  • pauschalen Aufwandsersatz bei Kündigung"

Automatische Verlängerung

Verträge, die sich automatisch verlängern, wenn du nicht aktiv kündigst — oft um die ursprüngliche Laufzeit.

  • verlängert sich automatisch um 12 Monate"
  • stillschweigend verlängert"
  • automatische Verlängerung"

Haftung

Einseitige Haftungsausschlüsse oder überzogene Nutzer-Haftung. Die andere Seite trägt das Risiko alleine.

  • Anbieter haftet nicht für …"
  • Nutzer haftet in vollem Umfang"
  • Gewährleistung ausgeschlossen"

Zahlung

Versteckte Kosten, einseitige Preiserhöhungen, sofortige Fälligkeit der Restschuld bei kleinen Verzögerungen.

  • behalten uns vor, Preise jederzeit anzupassen"
  • Servicegebühr"
  • gesamte Restschuld sofort fällig"

Änderungsvorbehalte

Der Anbieter darf den Vertrag jederzeit einseitig ändern — und 'Schweigen gilt als Zustimmung'. Tritt oft in AGB-Klauseln auf.

  • behalten uns vor, jederzeit zu ändern"
  • Schweigen gilt als Zustimmung"
  • Anpassung der Vertragsbedingungen"

Datenschutz

Übermäßige Datennutzung — Weitergabe an Dritte, Werbezwecke, pauschale Einwilligungen für mehrere Zwecke gleichzeitig.

  • Daten an Dritte weitergeben"
  • zu Werbezwecken"
  • verbundene Unternehmen"

Wettbewerb

Wettbewerbsverbote nach Vertragsende oder erzwungene Exklusivität.

  • Wettbewerbsverbot für 12 Monate"
  • ausschließlich"
  • Konkurrenztätigkeit"

Gerichtsstand

Ausländischer Gerichtsstand oder Zwangs-Schiedsverfahren — beides kann dich vom ordentlichen Rechtsweg abschneiden.

  • Gerichtsstand Delaware"
  • ICC-Schiedsverfahren"
  • ausschließlicher Gerichtsstand außerhalb Deutschlands"

Geistiges Eigentum

Breite Übertragung von Nutzungsrechten an deinen Inhalten — unwiderruflich, weltweit, in allen Medien.

  • räumt sämtliche Nutzungsrechte ein"
  • unwiderruflich"
  • alle im Rahmen erstellten Werke gehen über"

Vertragsstrafen

Vertragsstrafen oder pauschalierter Schadensersatz, die über realistischen Schaden hinausgehen.

  • Vertragsstrafe in Höhe von …"
  • pauschalierter Schadensersatz"
  • Konventionalstrafe"

Wie funktioniert der Score?

Der Score startet bei 100 und sinkt für jede gefundene Klausel. Wie stark, hängt vom Risiko-Level ab:

  • Kritisch (z. B. einseitiger Haftungsausschluss): −15 Punkte
  • Warnung (z. B. automatische Verlängerung): −8 Punkte
  • Hinweis: −2 Punkte

Zusätzlich gibt es einen Asymmetrie-Malus von −10, wenn explizit einseitige Klauseln gefunden werden (etwa „Anbieter haftet nicht" ohne ein Pendant für den Nutzer). Mindestens 0, maximal 100.

80100
Fair
6079
Ausgewogen
4059
Vorsicht
2039
Kritisch
019
Einseitig

Was ClauseRadar bewusst NICHT tut

  • Keine Rechtsberatung. Wir sagen dir, dass eine Klausel auf etwas Bekanntes hindeutet — nicht, ob sie in deinem Fall wirksam oder unwirksam ist.
  • Keine Kontextverständnis. Eine „Vertragsstrafe von 25 000 €" kann fair sein (z. B. bei einem Großauftrag) oder absurd (bei einem kleinen Online-Abo). ClauseRadar weiß den Unterschied nicht.
  • Keine Sprach-Erkennung außer Deutsch (Stand Sprint 4). Englische und gemischte Verträge werden ungenauer erkannt.
  • Keine Speicherung deiner Verträge. Jede Analyse ist ein Einmal-Vorgang — Text geht in die Cloud Function, Ergebnis kommt zurück, danach nichts mehr.

PDF-Upload — was passiert mit deiner Datei?

PDF-Dateien werden in deinem Browser ausgelesen. Die Bibliothek pdf.js extrahiert den Text auf deinem Gerät. Nur dieser extrahierte Text geht dann an unsere Analyse-Function — die PDF-Datei selbst nicht.

Eine Einschränkung: gescannte PDFs (Bild-PDFs ohne Text-Layer) können wir nicht lesen. Die müssten erst per OCR umgewandelt werden — das ist bewusst nicht Teil von ClauseRadar.

Preise

Ohne Login
0 €
  • 2 Analysen pro Tag
  • Vollständige Ergebnis-Anzeige
Free (registriert)
0 €
  • 10 Analysen pro Tag
  • Vollständige Ergebnis-Anzeige
  • WitnessChain-Integration
Pro
4,90 € / Monat
  • Unbegrenzt Analysen
  • Vertrags-History
  • PDF-Report-Export

Was du nach der Prüfung tun kannst

Wenn dein Score akzeptabel ist (≥ 60) und du den Vertrag jetzt unterzeichnen willst, kannst du das direkt über WitnessChain tun — beidseitige Signatur mit kryptografischem Zeitstempel. Auf der Ergebnis-Seite findest du den Button dafür.

Wenn der Score niedriger ist, wäre der nächste Schritt entweder den Vertrag nachverhandeln, oder einen Anwalt mit der Prüfung beauftragen.

Wir speichern deine Verträge nicht.

Jede Analyse ist ein Einmal-Vorgang. Dein Vertragstext wird an unsere Cloud Function in der EU geschickt, dort ausgewertet, das Ergebnis zurückgegeben — und sofort vergessen. Es gibt keine Datenbank, keine History (außer im Pro-Tier mit expliziter Aktivierung), kein Training.

ClauseRadar ist kein Rechtsberatungs-Tool. Die Analyse basiert auf Muster-Erkennung und ersetzt keine anwaltliche Prüfung. Bei Verträgen mit hohem Wert oder Risiko empfehlen wir die Konsultation eines Rechtsanwalts.